Fragen & Antworten zur Wasserpreisanpassung zum 1. April 2019

Zum 1. April 2019 reagieren die Stadtwerke Altdorf GmbH auf Kostensteigerungen durch notwendige Investitionsvorhaben und steigende Unterhaltskosten in der Trinkwasserversorgung. Es erfolgt eine Anpassung des Grundpreises, der von der Größe des verbauten Wasserzählers abhängt, und des Arbeitspreises je m³ abgegebenen Trinkwassers. Der mengenabhängige Arbeitspreis beträgt ab 1. April 2019 für 1.000 Liter Trinkwasser 2,32 €/m³ (netto), der Grundpreis für den Standardwasserzähler bis Qn 2,5 m³/h liegt bei 7,00 €/Monat (netto). Die Preise gelten zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer in der jeweils gültigen Höhe (derzeit 7 %). Mit der nachfolgenden Aufstellung geben wir Ihnen Hintergrund-Informationen und Antworten auf die meist gestellten Fragen (FAQ) zur Wasserpreisanpassung:

Die Verbrauchskosten verändern sich von 2,14 €/m³ (netto) auf 2,32 €/m³ (netto). Der verbrauchsunabhängige Preis für die Rund-um-die-Uhr-Bereitstellung besten Altdorfer Trinkwassers steigt, beispielsweise für den Standard-Hauswasserzähler Qn 2,5 (m³/h), von 5 € pro Monat auf 7 € pro Monat (netto). Die Preise der anderen Zählergrößen verändern sich entsprechend proportional. Unsere Kundenberater geben Ihnen gerne Auskunft, was die Preiserhöhung konkret für Sie bedeutet. Sie erreichen unsere Kundenbetreuung unter den Telefonnummern (+49) 09187 / 929 – 115 /-116 / -100.

Oder senden Sie uns Ihre Frage direkt über unser Kontaktformular.

Die Zählergröße ist an ihrem Wasserzähler vermerkt und wird traditionell nach dem Nenndurchfluss des Zählers differenziert. Ein normaler Haushaltskunde hat in der Regel einen Zähler mit einen Nenndurchfluss von Qn 2,5 (m³/h). Siehe hier auch Frage 3.

Die Preiserhöhung beträgt im 3-Personen-Haushalt mit Standardwasserzähler im Einfamilienhaus 0,05 € pro Person und Tag. Damit kostet die Wasserversorgung künftig 0,43 € pro Person und Tag. Vor der Preisanpassung waren hier 0,38 € pro Person und Tag zu entrichten (Netto-Angaben).

Die Kosten für den gesamten Haushalt ermitteln sich wie folgt:

  1. Durchschnittlicher Pro-Kopf-Verbrauch pro Person und Tag (139 l/P*d) * 3 Personen * 365 Tage = 152.205 Liter. Dies entspricht einem Jahreshaushaltsverbrauch von 152,21 m³.

  2. Arbeitspreis 2,48 €/m³ * 152,21 m³ = 377,83 €.

  3. Grundpreis Haushaltswasserzähler Qn 2,5 pro Jahr = 89,88 €.

  4. Gesamtjahreskosten = 377,83 € + 89,88 € = 467,71 €

Die Stadtwerke Altdorf GmbH setzen alles daran, dass die Wasserversorgung nachhaltig betrieben wird. Dazu gehört auch, regelmäßig in den Erhalt der Anlagen zu investieren. Dass sich das auszahlt, sieht man an vielen Stellen. So zählen wir beispielsweise seit Jahren zu den besten Wasserversorgern in Bayern im Hinblick auf einen effizienten Umgang mit der Ressource Wasser, was wir mit Kennzahlenergebnissen aus landesweiten Kennzahlenvergleichen belegen können. Darauf sind wir stolz.

Damit es dabei bleibt, werden wir auch die nächsten Jahre große Anstrengungen für den Erhalt der Wasserversorgung in Altdorf betreiben. Dabei gehen Kostensteigerungen auch an uns nicht spurlos vorbei. Alleine die Kosten für Baumaßnahmen sind die letzten Jahre deutlich gestiegen und sind mitunter ursächlich dafür, dass der Wasserpreis nun angepasst werden muss.

Nein! Wir decken – so wie gesetzlich vorgesehen – unsere Kosten. Daher ist eine Preisanpassung notwendig geworden. Die Stadtwerke berechnen die Wasserpreise so, wie dies die Stadt tun würde, wenn sie selbst für die Wasserversorgung verantwortlich wäre. Es entsteht also kein unzulässiger Gewinn.

In den nächsten Jahren ist keine weitere Erhöhung des Wasserpreises vorgesehen. Mit der aktuellen Anpassung sind die Stadtwerke erst einmal in der Lage, die aktuell bekannten und in den kommenden drei Jahren notwendigen Investitionen zu tätigen. Wie sich die Preise zukünftig entwickeln ist u. a. abhängig davon, wie sich der Bedarf und die Gesamtlage im Versorgungsgebiet weiterentwickeln.

Wir überprüfen regelmäßig unsere Prozesse und Arbeitsabläufe, um noch effizienter zu arbeiten. Dazu gehört, dass wir uns seit mehr als zehn Jahren mit anderen Wasserversorgern vergleichen, um unser Handeln zu hinterfragen und voneinander zu lernen.

Trotzdem gelingt es nicht grenzenlos, Kostensteigerungen durch Effizienzverbesserungen zu heben. So lassen sich etwas die gestiegenen Baukosten allenfalls leicht abmildern, ein Großteil muss jedoch über den Wasserpreis finanziert werden. Unabhängig davon werden wir dennoch auch künftig alles daran setzen, die Effekte für den Wasserpreis so gering wie möglich zu halten.

Für die Preise der Trinkwasserversorgung sind die jeweils individuellen geografischen Gegebenheiten, die Historie des Versorgungsgebietes inklusive eines bewussten Umgangs mit der Wasserversorgung und die Versorgungsstrukturen maßgeblich. Dabei weist die Wasserversorgung in Altdorf einige Besonderheiten auf, in denen wir uns von anderen Versorgern unterscheiden.

Der Gesetzgeber definiert im Wasserhaushaltsgesetz als wesentliche Anforderung für Trinkwasserversorger, dass sie ihren Wasserbedarf der öffentlichen Wasserversorgung vorrangig aus ortsnahen Wasservorkommen decken sollen. So soll ein nachhaltiges Grundwassermanagement gewährleistet werden.

Wir fördern unser Trinkwasser ausschließlich in der Region und kommen diesem gesetzlichen Auftrag damit bestmöglich nach. Dabei erfolgt die Wassergewinnung in Altdorf aus sechs Tiefbrunnen in einem Umkreis von ca. 1 km. Die Bohrtiefen der Brunnen betragen bis zu 286 m. Damit gehören unsere Brunnen zu den tiefsten Brunnen zur Trinkwassergewinnung in ganz Bayern.

Das geförderte Wasser ist mehrere tausend Jahre alt. Da durch die Tiefe des Grundwasserstockes keine Beeinflussung durch Oberflächenwasser möglich ist, können wir ganzjährig eine hervorragende und einheitliche Qualität des Altdorfer Wassers garantieren.

Einmal an der Erdoberfläche angelangt wird das Wasser zusätzlich noch über rund 500 m Höhendifferenz in die drei Hochbehälter gepumpt, von wo aus es dann sicher auf 13 Ortsteile und 3.700 Hausanschlüsse verteilt wird. Die Trinkwasserversorgung in Altdorf ist also gesichert - und ganz nebenbei ist auch immer genug Wasser da, wenn es mal brennt.

Grundsätzlich gilt: der verantwortungsvolle Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1 kostet Geld, stellt aber auch einen großen Wert dar. Wir sind der Überzeugung, dass unsere Trinkwasserpreise unter Berücksichtigung der geografischen und strukturellen Gegebenheiten angemessen und fair sind.