Kurzmeldungen

Für'n Fünfer

Deutschlands erstes 24-Stunden-Inklusionsschwimmen steigt in Altdorf. Aquafitness-Nacht, Arschbomben-WM und ein Weltrekordversuch komplettieren das Programm.

Max Greger, Alexander Gallitz, Florian Müller und Jan Wieland (von links)

Am Samstag, 7., und Sonntag, 8. September, veranstaltet die Stiftung „Deutschland schwimmt“ in Kooperation mit dem Bayerischen Schwimmverband Mittelfranken und dem  Behinderten- und Versehrtensportverein Nürnberg das einmalige Projekt. „Mitmachen können alle, die in der Lage sind, 50 Meter zu schwimmen“, sagt Initiator Alexander Gallitz. Mit dem 24 Stunden dauernden Schwimmevent fördert die Stiftung die Integration von Menschen mit Behinderung im Leistungs- und Freizeitsport.
Schirmherren sind Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Europa-Abgeordnete Ulrike Müller. Bürgermeister Erich Odörfer eröffnet das 24-Stunden-Schwimmen am Samstag um 12 Uhr. Die Siegerehrung mit Landrat Armin Kroder ist für 12.15 Uhr am Sonntag geplant. Das Startgeld der Profis, Anfänger und Breitensportler wird zu 100 Prozent gespendet und beträgt einen Fünfer pro Person. Der Badeintritt ist für alle Teilnehmer und Begleitpersonen frei.
Mann, Frau und Kind können während der 24 Stunden mehrmals ins Wasser gehen. Eine moderne Anlage misst jeden geschwommenen Meter. Wer seine Runden beendet hat, gibt seine Badekappe mit Startnummer ab und bekommt eine persönliche Urkunde mit Angabe der geschwommenen Strecke. Die Besten erhalten zudem einen Einkaufsgutschein.


Die Staffel will den Rekord
Am Sonntagvormittag um 8.30 Uhr soll mit der Inklusionsstaffel ein Weltrekord aufgestellt werden. 50 Schwimmer mit und 50 Schwimmer ohne Handicap schwimmen abwechselnd je 100 Meter. Die Mindestanforderung für die Teilnahme in der Staffel ist das Jugend-/Erwachsenenschwimmabzeichen in Bronze. Für die Staffel werden noch Teilnehmer gesucht. Vor allem Schwimmer mit Handicap.
Gallitz ist Stiftungsgründer von „Deutschland schwimmt“. Sein Ziel  ist, 100 Schwimmlehrer für Menschen mit Behinderung auszubilden. Mit der Veranstaltung im Altdorfer Freibad will er ein Zeichen für mehr Inklusion setzen. Der Erlös des Projekts fließt in die Assistenzschwimmlehrer-Ausbildung erwachsener Menschen mit Behinderung für Inklusionsschwimmkurse. „Wir wollen es Menschen ermöglichen, einmal in der Woche aus ihrem Alltag herauszukommen“, sagt der Burgthanner, der das bestehende pädagogische Ausbildungskonzept für Schwimmlehrer, die Kurse für behinderte Menschen anbieten, in eine einfachere Sprache umschreiben lassen will. Übersetzungs- und Ausbildungskosten für die angehenden Assistenzschwimmlehrer übernimmt Gallitz' Stiftung. Unterstützung erhält er auch von Freibad-Betriebsleiter Jan Wieland und Stadtwerke-Geschäftsführer Florian Müller. „Wenn wir die Badmiete übernehmen müssten“, sagt Gallitz, „wäre dieses Event so nicht umsetzbar“. 

 
Arschbomben-WM am Samstag
Zum Rahmenprogramm gehören unter anderem eine Arschbomben-WM (Samstag, 13 Uhr), sowie eine Aquafitness-Nacht (Samstag, 19.30 Uhr). Und wer möchte, kann im Bad übernachten. Es stehen rund 40 Zeltplätze zur Verfügung, für die man sich vorab anmelden muss. An beiden Tagen der Veranstaltung gibt es zudem einen Bus-Shuttle vom Parkplatz der Mittelschule zum Freibad: am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 7.30 bis 14 Uhr auf Abruf.
   
Anmelden kann man sich ab sofort im Internet unter www.inklusionsschwimmen.de.